Wallensteins Lager
Schiller, Johann Christoph Friedrich von, 1759-1805
German
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Below is a summary of Wallensteins Lager
Wallensteins Lager
Friedrich Schiller
Personen
Wachtmeister
Trompeter von einem Terzkyschen Karabinier-Regiment
Konstabler
Scharfschuetzen
Zwei Holkische reitende Jaeger
Buttlerische Dragoner
Arkebusiere vom Regiment Tiefenbach
Kuerassier von einem wallonischen Regiment
Kuerassier von einem lombardischen Regiment
Kroaten
Ulanen
Rekrut
Buerger
Bauer
Bauerknabe
Kapuziner
Soldatenschulmeister
Marketenderin
Eine Aufwaerterin
Soldatenjungen
Hoboisten
Erster Aufzug
Vor der Stadt Pilsen in Boehmen
Erster Auftritt
Marketenderzelte, davor eine Kram- und Troedelbude. Soldaten von
allen Farben und Feldzeichen draengen sich durcheinander, alle
Tische sind besetzt. Kroaten und Ulanen an einem Kohlfeuer kochen,
Marketenderin schenkt Wein, Soldatenjungen wuerfeln auf einer
Trommel, im Zelt wird gesungen.
Ein Bauer und sein Sohn.
Bauerknabe.
Vater, es wird nicht gut ablaufen,
Bleiben wir von dem Soldatenhaufen.
Sind Euch gar trotzige Kameraden;
Wenn sie uns nur nichts am Leibe schaden.
Bauer.
Ei was! Sie werden uns ja nicht fressen,
Treiben sie's auch ein wenig vermessen.
Siehst du? sind neue Voelker herein,
Kommen frisch von der Saal' und dem Main,
Bringen Beut' mit, die rarsten Sachen!
Unser ist's, wenn wir's nur listig machen.
Ein Hauptmann, den ein andrer erstach,
Liess mir ein paar glueckliche Wuerfel nach.
Die will ich heut einmal probieren,
Ob sie die alte Kraft noch fuehren.
Musst dich nur recht erbaermlich stellen,
Sind dir gar lockere, leichte Gesellen.
Lassen sich gerne schoentun und loben,
So wie gewonnen, so ist’s zerstoben.
Nehmen sie uns das Unsre in Scheffeln,
Muessen wir's wiederbekommen in Loeffeln;
Schlagen sie grob mit dem Schwerte drein,
So sind wir pfiffig und treiben’s fein.
(Im Zelt wird gesungen und gejubelt.)
Wie sie juchzen--dass Gott erbarm!
Alles das geht von des Bauern Felle.
Schon acht Monate legt sich der Schwarm
Uns in die Betten und in die Staelle,
Weit herum ist in der ganzen Aue
Keine Feder mehr, keine Klaue,
Dass wir fuer Hunger und Elend schier
Nagen muessen, die eignen Knochen.
War’s doch nicht aerger und krauser hier,
Als der Sachs noch im Lande taet pochen.
Und die nennen sich Kaiserliche!
Bauerknabe.
Vater, da kommen ein paar aus der Kueche,
Sehen nicht aus, als waer’ viel zu nehmen.
Bauer.
Sind Einheimische, geborne Boehmen,
Von des Terschkas Karabinieren,
Liegen schon lang in diesen Quartieren.
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